Mag. Wilhelm Molterer

Ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, Vizekanzler und Finanzminister

Wilhelm Molterer war in seiner langen politischen Laufbahn Vizekanzler, Finanzminister, Landwirtschaftsminister, Umweltminister, ÖVP-Obmann und Klubchef. Seine umfassenden Kenntnisse der Politik und Wirtschaft auf österreichischer und europäischer Ebene nützte er 2011 bis 2015 als Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank. Willi Molterers Vortrags-Repertoire umfasst vor allem internationale Finanz-, Wirtschafts- und Umweltthemen.

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Wilhelm Molterer ist einer der erfahrensten österreichischen Politiker der Zweiten Republik. Es genügt, die Funktionen Revue passieren zu lassen, die seine Vita aufzählt: Abgeordneter zum Nationalrat, Generalsekretär der Österreichischen Volkspartei, Klubobmann im Parlament, Landwirtschaftsminister, Umweltminister, Finanzminister, Parteichef und Vizekanzler. Geprägt ist der Oberösterreicher christlich-sozial und öko-sozial.
Aus dem kleinen Ort Sierning stammend, sollte er zunächst den Bauernhof der kinderlosen Adoptiv-Eltern übernehmen, doch „Willi“ Molterer wollte mehr als Bauer sein, wenngleich seine landwirtschaftlichen Gene den Lebensweg mitbestimmt haben. An der Linzer Universität, wo er Magister der Sozialwissenschaft wurde, avancierte der umtriebige Student zum Vorsitzenden der dortigen Hochschülerschaft, wohl als Chef der bürgerlichen „Studentenunion“, allerdings mit recht progressiven Ansichten, die in seiner Partei als ziemlich links galten. Was die Landwirtschaftsminister Josef Riegler und Franz Fischler nicht daran hinderte, Molterer als Berater ins Minister-Kabinett zu holen.
Das war der Einstieg in die Bundespolitik, es folgten Jahre als Bauernbund-Direktor und dann wurde der inzwischen in den Nationalrat gewechselte Generalsekretär seiner Partei und 1994 selbst Minister. 2000 kam zum Agrarressort die Umwelt hinzu, 2003 nach dem großen ÖVP-Wahlsieg dann Fraktionsführer im Parlament, 2007 Parteiobmann, Vizekanzler und Finanzminister in einer herausfordernden Personalunion. Die Kampf-, Krampf- und Konflikt-Koalition mit der Sozialdemokratie beendete Wilhelm Molterer mit dem berühmten „Es reicht“. Molterer arbeitete als internationaler Berater und wurde 2011 für vier Jahre als Vizepräsident in das EIB Direktorium berufen.
Wilhelm Molterer ist auf dem Fundament fester Grundsätze ein politischer Pragmatiker, versiert in all den vielfältigen Themen, denen er sich in mehr als 20 Jahren in der Spitzenpolitik stellen musste. „Solide, fleißig, verlässlich, bodenständig“ nennen ihn Beobachter – programmatisch steht er für Nachhaltigkeit in der Politik, für europäisches Denken und Handeln, für einen treffsicheren Sozialstaat und für effiziente Kontrolle der Finanzwirtschaft.
Privat ist Willi Molterer – von Musik bis Malerei – ein kenntnisreicher Kunstfreund, ein Naturliebhaber und ein Familienmensch.


Themengebiete

Europa, Geldwirtschaft und Finanzmarkt, Klima und Umwelt, Politik, Wirtschaft

Sprachen

Deutsch, Englisch

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