Dr. Stephan Koren

Bankmanager und Finanzexperte

Stephan Koren war Vize-CEO der österreichischen Bank BAWAG-PSK und ist seit 2012 Generaldirektor der Österreichischen Volksbanken. Der Ministersohn kennt aus eigener Erfahrung die Herausforderungen des Finanzmanagements und spricht in seinen Vorträgen über Wege aus der weltweiten Krise, die Lage des österreichischen Geldsektors und die Bedeutung einer disziplinierten Haushaltspolitik des Staates.

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Der Name Koren hat einen guten Klang in der österreichischen Finanzwelt. Universitätsprofessor Stephan Koren war in den späten 60er-Jahren Finanzminister bei Kanzler Josef Klaus und sorgte mit dem „Koren-Plan“ und dem „Paukenschlag“ für stabile Budgets, sparsame Ausgaben und einen harten Schilling (seine späteren Warnungen vor Kreiskys deficit spending-Politik machten ihn zur legendären „Kassandra“ der Innenpolitik). Seine Tochter Elisabeth Bleyleben-Koren ist Vorstand der Erste Bank und sein Sohn Stephan ist Generaldirektor-Stellvertreter der Bawag-PSK.
Den „exzellenten Finanzfachmann“ („Die Presse“) zog es nicht in die Politik, obwohl er in den Neunzigerjahren Kabinettschef von Finanzstaatssekretär und dann Wirtschaftsminister Johannes Ditz war und obwohl ihm auch der Eintritt in die Regierung angeboten wurde. Koren, der in Wien Volkswirtschaftslehre studiert hatte, Assistent an der Wirtschafts-Universität war und beim Währungsfonds in Washington die weite Welt des Geldes kennenlernte, publizierte wohl viel über hochpolitische Fragen wie Budgetstabilisierung, Standortpolitik, Steuerreformen und Ost-Wirtschaft, wollte aber nicht in der politischen Auslage stehen.
Er wurde 1998 Direktor der Bawag und 2000 Generaldirektor bei der Postsparkasse. Nach der Fusion der beiden Institute 2005 (die sich für die skandalgeschüttelte Gewerkschaftsbank als Rettungsanker erweisen sollte) wurde er Vize bei Bawag-PSK. Diese Funktion beendete Koren im Jahr 2011. Ein Jahr später wurde er zum neuen Generaldirektor der Volksbanken berufen. Zur Finanzkrise sagt Koren, der immer eine konservative Geldpolitik vertreten hat, nur lakonisch: „Die Gier ist ganz generell groß, der Neid auch. Nicht nur bei Bankern und Banken.“ Für sich hat er eine eigene Antwort auf die Interview-Frage des „Standard“, worum’s im Leben geht: „Ich halte mich an die Figuren Ferdinand Raimunds. Die beenden das Streben nach herausragenden Glückseligkeiten und streben statt dessen nach innerer Balance. Für sich und für andere. Darum geht es.“

Themengebiete

Geldwirtschaft und Finanzmarkt, Politik, Wirtschaft

Sprachen

Deutsch, Englisch

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